Zum Inhalt springen.

Spieltag 1, 2026: Auswärtsspiel gegen den TC Amberg am Schanzl

Einen fantastischen Saisonstart 2026 legten die Gersthofer Herren bei ihrem zweiten Auftritt in der Regionalliga-Süd-Ost hin. Und wie im Jahr zuvor, hieß der erste Gegner TC Amberg am Schanzl.

Am Samstag, 27. Juni, startete für die Herren die Regionalliga Süd-Ost 2026. Für das Gersthofer Team hieß das: Doppelspieltag auswärts Bei Temperaturen von über 35 Grad entwickelten sich die Matches zu wahren Hitzeschlachten.
Die Fahrt zum ersten Gegner, dem TC Amberg am Schanzl, mussten die Herren ersatzgeschwächt vornehmen. Die planmäßige Nummer 2, Jakub Vrba aus Tschechien, war wegen eines 30.000 USD ITF-Turniers in Zagreb verhindert: Jakub und sein Doppelpartner beendeten das Finale als Sieger.

Der Blick auf die Starting 6 der Amberger ließ Teamcoach Herbert Heinzel und seinen Sohn, Team-Captain Max Heinzel, nichts Gutes vermuten. Die Amberger boten ihre beiden Topspieler, die Franzosen Florent Bax (ATP 272) und Hugo Pierre auf. Dazu kamen mit Lorenzo Beraldo (ITA) und Leo Lagarrigue (FRA) zwei weitere gerankte ATP-Profis. Ergänzt wurde das Gastgeber-Team mit zwei Ex Profis aus Österreich. Damit war klar: Amberg wollte sich für die bittere 0:9-Niederlage im vergangenen Jahr revanchieren. Zudem hat man sich laut eigener Aussage vorgenommen, um den Aufstieg mitzuspielen. Soweit die Theorie!
Die junge Gersthofer Truppe um Captain Max Heinzel, der seine Muskelverletzung auskuriert hatte, zeigte sich nicht nur extrem motiviert. Auch technisch und physisch waren die Jungs absolut auf Augenhöhe mit den Amberger Vollprofis.
Gleich in der ersten Einzelrunde entschieden die TCG-Spieler zwei der drei Matches für sich. David Weber, der Neuzugang aus Hengersberg, ließ seinem österreichischen Gegner keine Chance und gewann souverän mit 6:1,6:1. Auch Jan Kusy an Position 4 siegte gegen den zweiten Österreicher der Amberger nach hartem Kampf mit 10:8 im Match-Tiebreak. Lediglich Tomas Zlatohlavek musste sich an Position 2 dem Franzosen Hugo Pierre knapp mit 9:11 geschlagen geben. Er holte einen 1:6 Rückstand im Match-Tiebreak auf, führte dann 8:6 und unterlag am Ende unglücklich. Eine 3:0-Führung der Gersthofer lag in greifbarer Nähe.
Auch die zweite Einzelwelle lief großartig für die Gersthofer. Max Heinzel war an Position 5 gegen den Franzosen Leo Lagarrigue chancenlos. Doch Jakub Jupa, Position 3, gewann nach langem harten Kampf sein Match gegen den Italiener Beraldo mit 10:8 im Match-Tiebreak.

Moritz Kudernatsch setzte das Ausrufezeichen

Das absolute Husarenstück für Gersthofen lieferte die neue Nummer 1 des Teams, Moritz Kudernatsch. Der 21-jährige Münchner lieferte in der vergangenen Saison bereits überragende Ergebnisse an Position 2 ab und zeigte sich 2026 noch besser. Sein Gegner, Florent Bax, der direkt aus Wimbledon – dort schied er in der Qualifikation aus – nach Amberg kam, zeigte sich sichtlich beeindruckt vom druckvoll-aggressiven und fast fehlerfreien Spiel seines Gersthofer Kontrahenten. Moritz servierte reihenweise Asse und Service Winner, machte mit seiner Vorhand enormen Druck und ging offensiv in die Returns. Zwei volle Sätze in höchster Konzentration, nahezu fehlerfrei: Am Ende stand ein 6:4 7:6-Sieg gegen einen Top 300 ATP Spieler in der Tabelle! Grandios!
Damit führte Gersthofen nach den Einzeln völlig überraschend mit 4:2. Jetzt fehlte noch ein Sieg in den Doppeln, um sich für die tollen Einzel-Leistungen mit dem Gesamtsieg zu belohnen.

Ein schwieriges Unterfangen, wie sich herausstellte! Amberg und Gersthofen boten jeweils ihre beiden Topspieler im Einser-Doppel auf. Gegen die beiden Franzosen in Ambergs Diensten war die Gersthofer Doppel-Paarung letztendlich mit 10:4 im Match-Tiebreak unterlegen. Das Dreier-Doppel konnten die Gastgeber ebenfalls für sich entscheiden. Vier Punkte Amberg, vier Punkte Gersthofen – jetzt wird's eng.
Alle Gersthofer Hoffnungen lagen somit auf dem Zweier-Doppel, lauf Jan Kusy und Max Heinzel. Unbeeindruckt von der Amberger Heimkulisse und dem 'Pflichtsieg' zogen die beiden TCGler ihr Spiel durch, behielten die Nerven und einen kühlen Kopf – und holten mit 10:6 im Match-Tiebreak den Gesamtsieg für die Gersthofer Tennis-Boy-Group.
Ein langer, heißer und hitziger Spieltag lag hinter den Gersthofern, die zweistündige Rückfahrt schaffte man einem erfolgreichen Spieltag im Rücken.
Ob dieser Erfolg auch den nächsten Tag, Spieltag 2, in München pusht?


Dieser Artikel wurde am veröffentlicht.
© TC Rot-Weiß Gersthofen